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Jahrgangsgemischte Eingangsstufe

Seit 1997/98 gibt es an der Hans-Thoma-Schule jahrgangsgemischte Eingangsklassen, zunächst innerhalb des Projekts Schulanfang auf neuen Wegen dann regulär in allen Klassen der Eingangsstufe.

Das Modell A sieht vor, dass Kinder der 1. und 2. Jahrgangsstufe gemeinsam im Klassenverband unterrichtet werden: 

 

 

Grafik zum Modell A: Jahrgangsgemischte Eingangsstufe mit variabler Verweildauer

(Bildquelle: Engemann, Referat 42, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Baden-Württemberg. Schulanfang auf neuen Wegen. 9/1997)

 

Seit dem Schuljahr 2000/2001 können auch Kinder nach Weihnachten eingeschult werden. 

(A2-Einschulung)

 

Die jahrgangsgemischten Eingangsklassen können folgenden Aspekten Rechnung tragen:

  • Variable Verweildauer von 1 bis 3 Jahren in der Eingangsstufe
  • Vermeidung von Zurückstellungen
  • Erleichterung vorzeitiger Einschulungen

 

Die Ausgangssituation, d.h. der Lern- und Entwicklungsstand der Kinder in einer solchen Schulklasse ist sehr unterschiedlich. Eine Hinwendung zu offenen Unterrichtsformen ist daher unerlässlich. Pädagogisch-didaktisch wird der jahrgangsgemischte Anfangsunterricht wie folgt umgesetzt:

Die Lehrerin bereitet eine strukturierte Lernumgebung vor, führt neue Lerninhalte ein und berät und begleitet das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Dabei arbeiten alle Eingangsklassen in Deutsch und Mathematik an einem von den Lehrerinnen der Eingangsstufe gemeinsam erarbeiteten Wochenplan, der auch individuell auf das Lernen des einzelnen Kindes angepasst werden kann. In allen übrigen Fächern lernen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam. Basis dabei sind Zweijahrespläne, die in unterschiedlichen Niveaus erstellt wurden.

Die Schülerinnen und Schüler

  • bestimmen ihr eigenes Lerntempo
  • wählen selbst Material aus
  • finden eigene Lösungswege
  • arbeiten miteinander nicht gegeneinander
  • arbeiten selbstständig
  • arbeiten in der Schule und zu Hause an Wochenplänen
  • lernen gemeinsam in unterschiedlichen Niveaus an einem Thema
  • helfen und unterstützen sich beim Lernen und im Schulalltag

Über das selbstständige Lernen hinaus gibt es gemeinsame Angebote im Klassenverband (z.B. Geschichten, Gedichte, Bilder, Werkstätten) die je nach Lernstand bearbeitet werden. Große Bedeutung hat das soziale Lernen, das in der Klasse und innerhalb von Projekten immer wieder eingeübt wird.

Nach der 2. Klasse gehen die Kinder in jahrgangsgleiche 3. Klassen, die  die selbstständige Arbeitsweise und die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler weiterentwickeln.

 

Projekte außerhalb der Unterrichtsarbeit:

Seit letztem Schuljahr nehmen alle Eingangsklassen am Projekt Wilma: Wir lernen miteinander,  der Schulsozialarbeit teil. 



Autor: hts-abd-el-ghani -- 05.01.2013; 18:59:01 Uhr



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