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LRS Klassen

Ein besonderes Merkmal der HTSK ist die intensive LRS Förderung für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, die an der Schule schon seit vielen Jahren Tradition hat. Momentan bieten wir LRS-Klassen für die 2., 3. und 4. Klassenstufe an.

 

Welche Kinder können eine LRS-Klasse besuchen?

Wenn die Leistungen eines Kindes im Lesen und/ oder Rechtschreiben über einen längeren Zeitraum hinweg geringer als „ausreichend“ bewertet werden und alle bisherigen Fördermaßnahmen nicht ausreichen, dann kann es zu einer Überprüfung an der Hans-Thoma-Schule kommen. Einige Schüler/innen besuchen zunächst die LIMA-Maßnahme und werden anschließend in einer 3. LRS-Klasse weiter gefördert. Es ist aber auch ein Einstieg in eine 3. LRS-Klasse ohne den Besuch der LIMA-Maßnahme möglich.

 

Wer meldet das Kind wo an?

Zunächst sollten sich Eltern und Klassenlehrer/in des Kindes darin einig sein, dass die besonders intensive Förderung in einer LRS-Klasse nötig sein könnte. Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer trägt dies der Klassenkonferenz vor und füllt nach deren Beschluss das Meldeformular zur Überprüfung auf besondere Lese-Rechtschreibschwierigkeiten aus. Mit diesem Formular, dem zusätzlich Kopien vorhandener Schulberichte oder Zeugnisse beigefügt werden sollen, meldet die Schule das Kind zur Überprüfung an die Hans-Thoma-Schule.

Eltern können aber auch selbst telefonisch mit der Hans-Thoma-Schule Verbindung aufnehmen und um einen Überprüfungstermin bitten. Nach Abschluss aller Tests kann entschieden werden, welche Kinder für die Aufnahme an der Schule vorgeschlagen werden. Die Eltern haben jetzt die Möglichkeit, der Aufnahme zuzustimmen oder sie abzulehnen.

 

Was unterscheidet eine LRS-Klasse von einer Regelklasse?

Da ist zunächst einmal die Klassengröße. Durch die besonders intensive Betreuung, die ein Kind mit LRS-Problemen benötigt, werden die LRS-Klassen so klein wie nur möglich gehalten. Unterrichtet werden die gleichen Fächer wie in Regelklassen. Auch der Bildungsplan ist der gleiche. Der Unterschied zu einer normalen Grundschulklasse besteht darin, dass der zu vermittelnde Stoff so aufbereitet wird, dass auf die speziellen Probleme der Kinder, auch in Mathematik und in MeNuk, Rücksicht genommen wird und ihnen zusätzliche oder entlastende Hilfen geboten werden können (zum Beispiel bei Textaufgaben o.ä.). In Deutsch erlernen die Kinder nach und nach Rechtschreibstrategien, die ihnen helfen, Sicherheit bei der Rechtschreibung zu gewinnen.

 

Woran erkennt man eine Lese-Rechtschreibschwäche?

Alarmzeichen in Klasse 1 und 2:

  • Laute in einem Wort werden nicht gehört oder anders gesprochen.

  • Die Stellung des Lautes im Wort kann nicht bestimmt werden.

  • Geübte Buchstaben werden nicht sicher wieder erkannt.

  • Laute und Buchstaben werden nicht sicher zugeordnet.

  • Ende Klasse 1 können viele Wörter noch nicht lautgetreu geschrieben werden.

  • Das Zusammenziehen (Synthese) mehrerer Buchstaben gelingt nur schwer oder gar nicht.

  •  Beim Lesen werden Wörter und Wortteile ausgelassen, ersetzt, verdreht oder hinzugefügt.

  • Das Lesetempo ist sehr langsam.

  • Hörbare Buchstaben werden beim Schreiben oft ausgelassen.

  • Für Wortarten wird kein Gespür entwickelt.

 

 

Alarmzeichen ab Klasse 3:

  • Die Groß- und Kleinschreibung kann nicht umgesetzt werden.

  • Wort- und Satzgrenzen werden oft nicht erkannt.

  • Die lautgetreue Schreibung überwiegt. Rechtschreibregeln können nicht übernommen werden.

  • Das gleiche Wort wird oft auf verschiedene Weise falsch geschrieben.

  • Zu geringe Lesegeschwindigkeit.

 

ABER: einzelne Symptome können Alarmzeichen für eine LRS sein, müssen es aber nicht !

 

Weitere Infos finden Sie auch in unserem Flyer.

 



Autor: hts-abd-el-ghani -- 24.05.2017; 20:32:59 Uhr



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